Alltag, Leben, Laufen…

So ein Blog will gepflegt sein, schliesslich will man ja auch was zu lesen haben. Aber wie es so ist in der digitalen Welt. Man liest hier und kommentiert da, hinterlässt mal eine Kurzmeldung bei fb oder ein Foto bei Instagram und schwups ist wieder viel Zeit vergangen, die man sich auch hätte nehmen können um mal den Blog zu pflegen.

Mir gefällt das nicht, immer wieder nehme ich mir vor dies zu ändern und doch tue ich es nicht. Najut… die Hoffnung stirbt zu letzt.

Was gibts also an Inhalt für den Blog? Ach je, hier passiert gerade so viel Alltag.

Erst die Bissverletzung durch den blöden Nachbarskater bei der Katz und drei Tierarztbesuche in der letzten Woche. Kostet ja auch weder Zeit noch Geld. Dabei habe ich schon beim letzten Mal gesagt, dass sie dem Kerl aus dem Weg gehen soll… aber nö, immer wieder gibt es Zoff zwischen den beiden. Es passierte ja sogar schon, dass ich Nachts mit einem Pantoffel in der Hand über die Terrasse gejagt bin um die keifenden Tierchen zu trennen. Ich hoffe noch immer, dass die Nachbarn Nachts nicht aus dem Fenster gucken :-)

Dann kam mir am Dienstag der Hund weinend und mit hängendem Ohr entgegen, als ich vom Sport wieder nach Hause kam. Also endlich mal wieder ein Nachmittag beim Tierarzt um die Ohrenentzündung behandeln zu lassen. Muss wohl so. Früher saß ich ständig beim Kinderarzt, jetzt beim Tierarzt – Gewohnheiten soll man beibehalten.

Sport. Läuft und läuft auch nicht. Also alles wie immer. Nachdem ich im letzten Jahr glaubte nicht mehr laufen zu können, machte ich dann doch nochmal wieder einen Versuch. Schien auch erst sehr gut zu laufen, ich war ja auch extrem vernünftig und habe seeeehr langsam gesteigert. Zeitgleich eine Osteopathin ihr Werk tun lassen, noch mehr auf entzündungshemmende Gewürze und Kräuter gesetzt (gibt hier kaum noch was ohne Kräuter, Kurkuma, Pfeffer, Chili und Zimt- also soweit es passt), tägliches dehnen, Stabigymnastik, Faszienrollen auf der Blackroll und dem Tennisball und ergänzendes Krafttraining gehören ebenfalls dazu und nach dem Training werden die Beine erst eiskalt abgeduscht und dann mit Pferdesalbe massiert. So habe ich es geschafft, dass ich schon wieder 12-13km schmerzfrei laufen konnte und peilte schon wieder einen Halbmarathon an – ja so gar die Gedanken an einen weiteren Marathon, irgendwann sehr viel später kamen aus dem Hinterkopf nach vorne.

Tjoah, nach einem 13er am Sonntag tut das linke Knie weh und die Osteopathin sagt noch ich sollte ein bisschen drauf aufpassen. Habe ich auch. Erst gestern, also 4 Tage später gab es einen recht kurzen, sehr langsamen Lauf. Heute tun beide Knie wieder relativ heftig weh.

Ich hoffe noch auf meinen Joker. Irgendwann nächste, spätestens übernächste Woche werden meine neuen Einlagen fertig und damit wird dann bestimmt alles gut. So lange lasse ich nochmal die Knie ein bisschen regenerieren und beschränke mich aufs Fahrrad, welches auf der Rolle steht und Krafttraining, welches mir zunehmend Spaß macht.

Alles wird gut :-)

Der Herr Hund und ich

imageDie Geschichte, die ich nun erzählen möchte, fängt schon damit an, dass ich den Hund, der eigentlich Yukon heißt, nicht mehr “den Bekloppten” nenne, wenn ich von ihm schreibe sondern “Herr Hund”.

3 Jahre ist der Herr Hund nun, seit 2 Jahren gehört er zu unserer Familie und seit 1,5 Jahren, weiß ich dass wir ein Problem haben und arbeite daran. Unser Hund ist, wie schon erwähnt aggressiv gegen andere Hunde und an manchen Tagen findet er auch Jogger und Radfahrer doof, wenn sie uns zu nahe kommen und das mir, die ich aggressive Hunde schon immer schrecklich fand und meinte, die müsse man mal richtig erziehen. Ähm ja… es kam die Praxis und meine “einfach mal Erziehugstheorie” brach zusammen.

Was haben wir nicht alles versucht.

Die erste Trainerin war ganz eine Liebe. Mit ihr haben wir Tricks eingeübt, wie zum Beispiel auf Kommando Hütchen mit der Schnauze umzuwerfen. Ähm ja. Ich weiß noch wie der Herr Hund mich anschaute auf dem Hundeplatz. Wenn er gekonnt hätte, er hätte mir nen Vogel gezeigt.

Der zweite Trainer, das totale Gegenteil. Der Hund braucht eine starke Führung. Er nahm mir den Hund aus der Hand, brachte ihm in 10min mit heftigen Leinenrucks bei, dass ziehen doof ist. Dann bewarf er ihn mit Dreck um ein Abbruchsignal zu verstärken… Der Herr Hund lief super, so lang dieser Trainer in der Nähe war, bei mir lief nix, weil so bin ich nicht.

Die dritte Trainerin, ist eine tolle fachlich sehr konsequente Hundetrainerin, der ich viel zu verdanken habe. Sie arbeitet mit Zuckerbrot und Peitsche. Es wurde die Trainingsdisc eingeführt um das Abbruchsignal zu verstärken, gleichzeitig positive Verstärkung über Leckerchen-Leckerchen-Leckerchen und Sitz-Platz-Bei Fuß Konditionierung und loben in hööööchsten Tonlagen und Begeisterungsstürmen. Wir haben superviel erreicht mit ihr. Der Herr Hund konnte Sitz-Platz-BeiFuß in Perfektion… solange er im Hundeschulmodus war und/ oder ich die Kommandos oft genug wiederholte und/oder genug Leckerchen nachflossen und/oder gerade nichts interessanteres los war. Gab es interessanteres, wie zum Beispiel einen anderen Hund, ein Reh, Jogger etc war alles vergessen, der Herr Hund interessierte sich einen Schiet für meine Kommandos und den Leckerchenbeutel und/oder die Trainingsdisc. Was sicherlich an mir lag. Ich war zu langsam, mit Leckerchen nachschieben, ich kann nicht in authentische Begeisterungsstürme ausbrechen, wenn mein Hund im Begriff ist zum Arschloch zu mutieren (sorry, aber ist so) und auf Dauer bekam ich auch Angst vor Aussenreizen, wusste ich doch dass mein Hund wieder eskalieren würde, war mir nicht sicher ob ich ihn halte könnte … und der Hund der spürte meine Unsicherheit und fühlte sich darin bestätigt, den Gegener verjagen zu müssen. Wir gerieten im Laufe der Zeit immer tiefer ins Schlamassel.

Aufgrund privater Turbulenzen (die Erkrankung der Tochter) und weil wir irgendwie auch nicht weiter kamen, habe ich das Training erstmal komplett abgebrochen.

Irgendwo in den Weiten des Internets stieß ich auf die Arbeitsweise der Hundeteamschule, die so ganz anders arbeitet als andere Hundetrainer. Hier wird dem Hund nicht gesagt was er tun soll, sondern was er gefälligst zu unterlassen hat. Wir schauten eine DVD zum Thema Lass-das-Kommunikation, ich war sehr angetan und baute fortan die HTS Elemente in die Kommunikation mit meinem Hund ein…

… und seit dem ersten Tag, an dem ich das tat, geht mein Hund an lockerer Leine neben mir und nicht mehr wie sonst auf Leinenlänge vor mir. Das geht jetzt ohne Kommando, ohne Leckerchen, einfach nur, weil ich ihm körpersprachlich sehr klar gesagt habe, dass er mich nicht überholen darf. Gerade jetzt im Winter kann ich die Leine umhängen, die Hände in den Taschen lassen und relaxed spazieren gehen. Es ist ein Hochgenuss! Im letzten Winter sind mir die Finger ständig abgefroren, weil ich ständig Leckerchen nachschieben musste.

Aussenreize sind noch immer schwer, gerade bei anderen Hunden lässt er noch den Macker raushängen. Wunder kann auch die HTS Arbeit nicht vollbringen und manchmal, wenn er mich mal wieder durch die Gegend gezerrt hat und sich wegen scheinbar nichts aufgeführt hat wie ein Irrer, dann bin ich stinkestocksauer und will ihn auf der Stelle ins Tierheim bringen…

…aber wenn wir dann wieder, so wie heute Morgen, an locker umgehängter Leine über den Wochenmarkt spazieren, dabei einige Aussenreize problemlos passieren und er mich dann grinsend an die Hand stupst und fragt ob alles richtig ist… dann könnte ich ihn erstens knutschen und weiß zweitens, dass ich jetzt endlich auf dem, für uns richtigen Weg bin.

 

 

Endlich Winter!

Weil es morgen schon wieder vorbei sein soll, habe ich heute Morgen auf der Hunderunde schnell ein paar Impressionen geschossen :-)

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Besonders schön ist, dass der Herr Hund, welcher an den ersten Tagen des Jahres von einer schmerzhaften und fiebrigen Wirbelentzündung gequält wurde, offenbar wieder genesen ist.

Rückblick 2015

Himmel ist das lange her, dass ich hier war. Hat erstmal gedauert, bis ich den Eingang hier (aka Zugangsdaten) wieder gefunden habe, aber jetzt bin ich ja da.

Jetzt einmal alle die Luft anhalten, ich wirbel mal schnell mit dem Staubwedel durch.

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So, kann weiter gehen. Wo fange ich an? Mit einem Rückblick auf 2015

Das letzte Jahr war, in einem Wort: Anstrengend und in einem weiteren: Spassig.

Nach ungefähr 1,5jähriger Ärzteodysee, einer völlig unnötigen Knie OP, mit viel zu langwierigem Heilungsprozess, immer stärker werdenen Schmerzen an immer mehr Gelenken, wurde bei der Teenagerin im September Rheuma diagnostiziert. Genauer gesagt Enthesitis assoziierte Arthritis, aber das versteht ja kein Mensch und ist letztendlich auch wurscht.

Das wirbelt dann erstmal nachhaltig durch und lässt alles andere unwichtig werden.

Auf der anderen Seite gibt es schlimmeres! Mittlerweile sind die Schultern gestrafft, Leben geht weiter.

Und dann war da noch der Herr Hund, welcher eine Weile lang so nebenher lief, während ich mit den Gedanken ganz woanders hinter ihm her trottete. Tjoah, Ende vom Lied war (und ist noch immer ein bisschen), dass der Herr Hund die Führung übernahm. In der Praxis hiess das dann, mein Hund mutierte zum Leinenkläffer, der sich über andere Hunde, Jogger, Radfahrer, die Fliege an der Wand lautstark aufregte. Prima. Ich wollte nie einen kleinen Leinenkläffer. Hab ich auch nicht, ich habe einen mittelgroßen Leinenkläffer mit so viel Energie, dass man ihn nicht mal eben an der Flexileine hält während er vor sich hinpöbelt und die anderen alle fressen will. Da hat man schon mehr von und darf sich mit voller Körperkraft in die Leine hängen um nicht im Dreck zu landen, was dann trotzdem schonmal passierte. Herrlich dat. Aber wir arbeiten dran und das mit zunehmenden Erfolg. Langsam glaube ich, dass es was wird und langsam bricht mir auch nicht mehr der Schweiss aus, wenn ich andere Hunde, Jogger, Radfahrer oder eine Fliege an der Wand sehe über die sich der Herr Hund aufregen könnte.

Und sonst? Sport:  Die Hamburg Marathon Staffel im letzten Jahr war schmerzhaft. Sowohl vom Knie her, dass einfach mal sehr entzündet war und definitv keine 16 Kilometer laufen wollte, als auch emotional. Nach dem Marathon gab es eine lange Laufpause in der das Knie ausheilen durfte und dann stieg ich doch wieder in die Laufschuhe. Erstmal nur ein bisschen, ganz vorsichtig in mich hineinhorchend… und das war OK. Das Knie war soweit ruhig, dass ich mich traute am Toughmudder Norddeutschland teilzunehmen, für den ich schon so lang gemeldet war und auf den ich mindestens genausoviel Bock hatte, wie auf den Marathon im Jahr zuvor. Und das war mein absolutes Jahreshighligt. Es war nass, es war schlammig, ein paar Sachen habe ich ausgelassen, einige andere geschafft und und am Ende hatte ich Grinsemuskekater, einige Schrammen und blaue Flecke, aber im Knie war Ruhe. Und so ging es dann sportlich weiter. Immer in mich reinhorchend, auslotend was geht. Ein bisschen Krafttraining, ein bisschen laufen, ein bisschen Balance, Yoga, Stabilität und tataaaaa, es wird. Im Oktober bin ich 10km in Bremen schmerzfrei gelaufen und habe es sogar unter einer Stunde ins Ziel geschafft…

Ganz leise und vorsichtig wage ich zu hoffen, dass ich anfangen kann wieder regelmässig ins Lauftraining zu einzusteigen und vielleicht, wenn alles gut geht in diesem Jahr nochmal einen Halbmarathon zu laufen. Aber vorher kommt noch ein Toughmudder in NRW und einer in Norddeutschland, so viel Spaß muss sein :-)

Das war es mit einem sehr grobem Jahrensrückblick. Jetzt wird nur noch nach vorne geguckt! :-)

Kurz mal weg

Letzte Woche hat es mir mal kurz die Füße weggezogen. Nachdem sich ja Physiotherapeutin, Heilpraktikerin und Hausarzt einig waren, dass ich die Lauferei zumindest deutlich reduzieren müsste, schlug der Orthopäde -welcher mich immer wieder auf die Piste schickte- in die gleiche Kerbe und empfahl sogar, dass Laufen ganz sein zu lassen. Ich sollte mir lieber ein schickes Rennrad kaufen oder schwimmen oder rudern, aber laufen wäre auf Dauer einfach zu belastend für die Kombination Fuß- und Kniefehlstellung.

OK. Ich habe dann zwei Tage getrauert. Also so richtig inklusive Tränenausbrüchen.

Jetzt ist es wieder gut. Ich bin jetzt dankbar, dass ich nach der schweren MS Phase überhaupt nochmal laufen konnte und das gigantische Erlebnis des Marathons haben durfte. Dieses Erlebnis und den damit verbundenen Stolz kann und wird mir niemand nehmen, die Urkunden und Medaillen meiner Läufe werden ebenfalls an ihrem Platz bleiben und mich sichtbar an diese tolle Zeit erinnern.

Der Blick geht nun aber nach vorne.

Morgen werde ich zum ersten Mal seit dem Marathontraining wieder schwimmen gehen und das tue ich nun regelmäßig einmal die Woche. Nächste Woche werde ich dann mal eine Yogastunde beim örtlichen Sportverein machen und hoffe sehr, dass es mir gefallen wird. Das Fahrrad wird dann sicherlich auch bald wieder häufiger bewegt, Krafttraining geht weiter und wenn das alles nicht reicht, dann habe ich so viele Gartenpläne, die sollten mich für die nächsten Jahre hinreichend beschäftigen…

… aber erstmal werde ich am nächsten Sonntag beim Hamburg Marathon als Startläufer unserer Staffel 16,3km laufen. Das ist nicht vernünftig, aber das muss einfach nochmal sein. So als Abschluß. Dann heisst es zur Ruhe kommen, regenerieren, neue Energien auftanken und dann geht es weiter.

Weil anders nicht zwangsläufig schlechter ist.

Und wer weiss, vielleicht werden die Knie ja doch irgendwann wieder schmerzfrei und lassen es zu, dass ich ganz entspannte kleine Runden durch unseren Wald joggen kann.

Ein Abschied

Meine Heilpraktikerin meint ich muss den Sport, in seiner bisherigen Form an den Nagel hängen. Er zehrt mich aus, nimmt mir wichtige Lebensenergien, fördert die Aktivität meiner Autoimmunerkrankungen. Sport sei gut und wichtig und gerade Laufen im Wohlfühlbereich extrem gesund, aber so wie jetzt halt bitte nicht weiter.

Meine Physiotherapeutin versteht, dass ich jetzt noch keine Laufpause machen kann, rät mir aber trotzdem dringend dazu. Beide Knie sind entzündlich, es bräuchte mal 6-8 Wochen strikte Sportpause um gründlich auszuheilen und dann langsam aufbauen – und mal überlegen, ob es denn wirklich die Langdistanzen auf Tempo sein müssen oder ob 5 – 10km im Wohlfühlbereich gejoggt nicht auch ganz nett sein könnten.

Mein Hausarzt würde von den Blutwerten und meinem Befinden nach gerne die L-Thyroxin Dosis erhöhen, aber ich bin ihm zu dünn dafür.

Sie sind sich irgendwie alle einig und das auch noch unabhängig voneinander… und das schlimme ist: Ich spüre sehr genau, dass sie Recht haben. Es zehrt mich aus, ich bin nur noch müde, die Knochen tun weh.

Der Plan: Ich kann jetzt nicht aufhören, aber ich schraube mein Training auf ein Minimum runter. Nur noch zwei Läufe die Woche, keine Langdistanzen mehr. Am 26.4. laufen wir den Hamburg Marathon als Staffel (16 km für mich), das jogge ich im Genusstempo ab und sauge dabei die komplette Atmosphäre auf. Ende Mai dann der Toughmudder in NRW, hier gucke ich welche Hindernisse gehen und welche ich auslasse, die 18km werden ja mit einigen Unterbrechungen gelaufen, die machen mir keine Sorgen… Für den Toughmudder in Norddeutschland werde ich wohl die abgeschlossene Rücktrittsversicherung in Anspruch nehmen – so es mir nicht wirklich richtig bombastisch gut geht… und dann ist erstmal Schluss mit Laufen, bis alles ausgeheilt ist und dann wird gejoggt und… ach, vielleicht ist Yoga ja doch toll? Oder Klettern? Oder ganz was anderes? Gibt so vieles, das ich noch nie so richtig ausprobiert habe und auch wenn jetzt grad ein paar Tränchen laufen, so weiß ich, dass ich so nicht weitermachen kann und sollte.

Kartoffel-Bohnengulasch

Genau richtig bei kaltem, stürmischen Wetter

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Für ca. 6 Portionen:

  • 400g Kartoffeln
  • 500g TK-Brechbohnen
  • 1-2 Karotten
  • 3 Zwiebeln
  • 3 Paprika
  • 2 TL Kokosöl
  • 3 EL Tomatenmark
  • 2 EL Paprikapulver mild
  • 1 TL Paprikapulver scharf
  • 3 EL Balsamico
  • 1 TL Salz
  • 3/4l Gemüsebrühe
  1. Zwiebeln und Kartoffeln schälen und würfeln.
  2. Karotten schälen und in schmale Scheiben hobeln.
  3. Kokosöl erhitzen und Zwiebeln darin glasig werden lassen
  4. Kartoffel und Karotte hinzugeben und etwa 5min. anrösten, bis sie etwas Farbe nehmen
  5. Bohnen, Tomatenmark und Gewürze hinzufügen, kurz mit anschwitzen
  6. Mit Balsamico und Gemüsebrühe aufgiessen und ca. 15min köcheln lassen, bis das Gemüse und die Kartoffeln fast gar sind
  7. Paprika in der Zwischenzeit würfeln, hinzugeben und noch 5min mitgaren. Danach abschmecken und eventuell nachwürzen.

Guten Appetit!

ein Halbmarathon-Wochenende in Berlin

… wie so oft sitze ich vor einem blinkenden Cursor und weiss nicht wie anfangen? Gibt so viel zu erzählen…

Ach ich fang erstmal an. Die Hinfahrt bzw Ankunft war schonmal spannend. Wie so oft: Kleine Frau in großer Stadt. Das ist allein schon aufregend und wird noch toller durch die Aspekte →fremde, seeehr große Stadt →dunkel →Regen →Bausstelle auf der vom Navi gewählten Strecke. Herrlich. Aber ich habe es geschafft und habe sogar ohne allzu hektisch zu werden (OK, der Gatte würde das jetzt anderes beschreiben, aber für meine Verhältnisse war ich echt ruhig!) das Hotel gefunden. Aber da gab es keinen Parkplatz beim Hotel und in der Strasse auch erstmal nicht. Supergau. Das war der Moment wo der Gatte übernehmen musste und wie das so ist, der Gatte findet immer einen Parkplatz. Alles gut.

Wir konnten einchecken in unserem Veggi-Hotel, haben dabei erfahren, dass das Hotel tatsächlich über fünf (5!) Parkplätze verfügt welche alle vergeben waren. Dort wo wir standen war Parkscheinpflicht und richtig teuer. Wir bekamen einen Lageplan in welchen Strassen der Umgebung man kostenfrei parken konnte, beschlossen aber erstmal einen Parkschein zu ziehen und das Hoteleigene Restaurant zu testen, denn ich hatte Hunger und wenn ich Hunger habe, dann muss es schnell gehen!

Essen war gut – aber mir war die Atmosphäre ein bisschen zu überladen. Ich bin ja immer mehr fürs rustikale zu haben, da fühle ich mich wohler. Aber ich wurde mehr als nur satt – die Schokocreme an zweierlei Pralinen als dritter Gang war definitiv zu viel und ich konnte danach im Zimmer nur noch aufs Bett fallen, während der Gatte noch das Auto umparkte und danach einen Abendspaziergang zurück zum Hotel machte.

Rechtzeitig zum Frühstück hatte ich dann aber -natürlich- wieder Hunger und das war gut so. Ein großes, hauptsächlich veganes Buffet wartete auf uns und man brachte mir sogar glutenfreie Brötchen. Hach, das machte glücklich und satt :-)

20150328-02Danach machten wir uns dann auf zum alten Flughafen Tempelhof. Dort fand die Marathonmesse statt über welche wir bummelten und selbstverständlich mussten wir ja auch noch unsere Startunterlagen abholen.

Das war mal eine richtig tolle Atmosphäre dort. Zum einen liebe ich ja sowieso dieses Kribbeln, welches an solchen Tagen langsam aufkommt, zum anderen konnte der Veranstalter keine bessere Location für diesen Zweck finden. Der alte Flughafen, der auf der einen Seite so wirkt als hätte man eine Reise in die 60er Jahre unternommen, auf der anderen Seite aber den Eindurck macht als könnte er sofort wieder seinen Betrieb aufnehmen… wirklich faszinierend da durch zu schlendern. Auf dem Rollfeld dann viel Musik und Tratra, ein altes Flugzeug bzw ein Nachbau davon und die Bambiniläufe drumherum. Schön. Mehr braucht man dazu nicht zu sagen!

Wir fuhren dann noch mit der Bahn zum Startbereich des Halbmarathons in Nähe des 20150328-05Alexanderplatzes, liefen den Startbereich auf der Karl-Marx-Allee in seiner ganzen Länge ab und waren mal sehr beeindruckt wie riesig das Areal war. Aber klar, 30.000 Starter muss man erstmal irgendwo in Reihe aufstellen, das braucht nunmal Platz und mir wurde bewusst, dass der Hamburg Marathon mit 16.000 Startern meine bis dahin größte Laufveranstaltung, ein Dorffest dagegen war. Die Aufregung und die Lust aufs Rennen, sie stiegen.

Nachdem wir dann noch ein bisschen über den Alex und durchs Nikolaiviertel geschlendert sind, waren wir ordentlich durchgefroren und machten uns auf den Rückweg zum Hotel, wo wir uns einen entspannten Saunanachmittag gönnten.

20150328-08Für den Abend hatten wir uns dann ein veganes Restaurant in fußläufiger Umgebung herausgesucht, welches Soulfood indischer Art versprach. … Ähm ja. Das Restaurant war mehr ein äusserst rustikaler Imbiss – aber ich mag das ja. Speisekarte gab es keine und die über dem Tresen angeschlagene Speisenauswahl liess uns staunen, wir hatten keine Ahnung, was sich wohl hinter den Bezeichnungen verbergen könnte… Uns wurde dann die Thali Platte für 2 Personen empfohlen und wir warteten gespannt, was da wohl kommen würde. Es kam eine Wagenladung an Essen :-) Linsensuppe, gebackenes Gemüse mit Chutney, indischer Kartoffelsalat, Falafel, Reis, Hirse, Naan Brot, Salat… und ein Nachtisch, der schmeckte wie eine Mischung aus Marzipan und Lebkuchen – also göttlich. Defnitiv soolfood vom allerfeinsten, schmeckt gut, tut gut, macht glücklich! Herz was willste mehr?!

Ja und dann war er schon da. Der Tag des Berliner Halbmarathons

20150329-10Ich wachte schon mit diesem Kribbeln im Bauch auf. Einfach nur Freude! Frühstück fiel ein bisschen kleiner aus als am Tag zuvor, aber das eine und dann auch noch das andere -wirklich winzigkleine- Stückchen Kuchen musste ich mir nach dem Müsli noch gönnen, man braucht ja schliesslich Kohlenhydrate

Wetter war optimal. Bedeckt, ca. 8°C, trocken. Einzig der Wind hätte etwas weniger sein dürfen, das war zwischendurch mal ein bisschen doof, wenn der von vorne kam, hielt sich aber in Grenzen. Meine Knie, die Tags zuvor noch abwechselnd rumgemosert haben, sie schwiegen nun auch still… als wir dann also nach Kleiderbeutelabgabe und Dixiekloschlangestehen endlich in der Startaufstellung waren, sah es so aus, als könnte es ein richtig gutes Rennen werden. Alle Zweifel waren weg, ich wollte mich daran machen die 21,1km unter 6 min/km laufen und dann auch noch Spaß haben. Auch, dass meine Blase nun vermeldete, sie müsste nochmal entleert werden, irritierte mich nicht sehr – das sagt die immer, wenn ich in Startaufstellungen stehe und in der Regel ist es dann doch nur die Aufregung. Es war auch wurscht, es bestand sowieso keine Möglichkeit mehr aus dem Gewühl zu den Dixies zu kommen – also hoffte ich auf Aufregung und alberte rum.

Der Start verzögerte sich dann noch aufgrund technischer Probleme mit der Zeitmessung reichlich, wir froren so vor uns hin – aber irgendwann ging es dann doch los. Erst gehend zur Startmatte, aber dann auch schon laufend drüber weg. Piiiiieeeep, Uhr an los.

KM 1 – 5: 30:29 min, 6:06 min/km, 0:30:29h

Wir kamen gut ins Rennen, dank der breiten Straßen verteilten sich die Massen ausreichend und wir hatten schnell unsere Reisegeschwindigkeit erreicht. Anfangs musste ich uns immer noch ein bisschen einbremsen, aber es gab keinerlei Probleme. Die Laune war ganz allerbest, alles super… wäre da nicht meine Blase, welche zunehmend drückte und mir ein bisschen den Spaß nahm. Also -wie schon in Hamburg ein Jahr zuvor- war es nicht die Aufregung, die mich in der Startaufstellung drückte, ich musste wirklich. Mist. Ich versuchte es zunächst mit Ignoranz. Blieb mir ja auch nichts anderes übrig. Wir liefen durch die großen Strassen Ostberlins, Publikum säumte unseren Weg, kein Dixie in Sicht. Also weiter mit Sightseeing.

Das Brandenburger Tor erwartete uns auf km4. Hat schon was ganz besonderes dort hindurch zu laufen. Immer noch.

Danach dann durch den Tiergarten. Ich beneidete wieder die Männer, die jetzt ausscherten und sich mal eben schnell an Bäumen erleichterten. Und dann war da dieser Busch. Schnell ausgeschert, in den Busch gehüpft, erledigt was erledigt werden musste (Himmel hat das gedauert, die Blase war randvoll, es lief und lief gefühlte 10 Minuten) und nach rund 1,5min wieder zurück auf die Strecke wo der Gatte auf mich wartete. Laufend die Klamotte wieder vernünftig gerichtet und es ging frohen und leichteren Mutes auf in Richtung Siegessäule.

Wir meinten nun, die verlorene Zeit wieder reinholen zu müssen und gaben ein bisschen Gas.

Doofe Idee!

Mein Puls, dem es bis dahin noch ganz allerbest ging, der schoss direkt mal auf >180 und das fühlt sich dann doch ein bisschen anstrengend an. Ich bremste den Gatten -und mich- ein, wir pendelten uns auf ein Tempo, immer knapp unter der ursprünglich geplanten Reisegeschwindigkeit ein und vertrauten, dass wir die Pipipause so schon noch rausholen würden.

Auch ein doofe Idee, aber noch glaubte ich das könnte klappen. Musste ich ja irgendwie auch glauben, denn noch wollte ich mich nicht von der gewünschten Zielzeit verabschieden.

Dann kam die Siegessäule. Auch hier eine großartige Stimmung, die wir einfach nur genossen. Piiiep. Die Zwischenzeitmatte bei km5. Blick zur Uhr… ich habe eine gewaltige gps-Ungenauigkeit drin und bin eigentlich deutlich langsamer als ich glaubte zu sein. Mir schwante, dass es kein Genußlauf werden würde, aber noch ging es mir bestens.

KM 6 – 10:  29:55 min, 5:59 min/km, 1:00:24h

Weiter ging die Reise und sie war jetzt recht unspektakulär. Kinderhände abzuklatschen habe ich mir jetzt schon verkniffen und suchte immer wieder die Ideallinie. Energien einsparen wo es nur geht, wurde jetzt schon zum Motto. Auf km8 dann mal das erste Kohlenhydratgel hervorgekramt und einverleibt. Die Koordination von quetschen, schlucken, laufen, atmen war jetzt schon schwer. Viel zu schwer für den frühen Verlauf des Rennens. Natürlich kleckerte ich mir das klebrige Gel über die Finger und klar, dass mir dann auch noch meine Trinkflasche runterfiel, als ich sie zurück in den Gurt stecken wollte. Die Laune ging ein bisschen in den Keller, denn mir war an dieser Stelle klar, dass der Punkt kommen wird an dem ich gewaltig einbreche. Aber noch gab ich nicht auf und wir hielten das Tempo.

Vom Schloß Charlottenburg auf km9 habe ich schon nichts mehr mitbekommen. Ich war auf die grüne Linie auf der Straße fixiert. Laufen. Einfach nur weiterlaufen, auch wenn jetzt beide Knie anfangen sehr laut zu mosern und der Puls anzeigte, dass dem Körper das Tempo auf Dauer zu hoch ist. Beissen. Wenn ich eines kann, dann ist das beissen. Der Ehrgeizteufel saß mir im Genick und er trieb mich vorran.

Piiiep. Zwischenzeit km10. Fast exakt eine Stunde für 10km. Sah gut aus, auch wenn ich mich immer wieder erschrecke, wie wenig ich mich auf die Paceangaben der Uhr verlassen kann. Laut meiner Uhr hätten wir diese Matte knapp unter einer Stunde überlaufen müssen, denn die zeigte mir eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 5:57 min/km an. Das hiess dann also, dass wir eigentlich noch ein bisschen beschleunigen müssten, aber weder Beine, noch Ausdauer gaben das her. Leiser Frust kam auf.

KM 11 – 15: 30:06 min, 6:02 min/km, 1:30:30h

Es ging weiter. Richtung Kurfürstendamm. Dort auch wieder gewaltige Stimmung. Kompliment an das Berliner Publikum und vor allem an die Trommler. Leider konnte ich das nicht mehr so geniessen, wie ich es mir gewünscht hätte, ich versuchte die pace zu halten, war stets an oder auf der grünen Ideallinie und sehnte mir stets das nächste Kilometerschild herbei. Stand da eben auf dem Schild, gerade mal km13? Himmelhilf. Der Puls war jetzt dauerhaft bei über 180, die Knie taten weh.

Nach dem km14 Schild der Versuch den Puls runterzubringen und so ein bisschen neuen Schwung zu bekommen. Das zweite Gel wurde gehend verspeist, das Wasser hinterher ebenfalls gehend getrunken. Der Puls ging runter, der Paceschnitt war im Eimer, das Wiederanlaufen war schwer.

Kurz vor der km15 Zwischenzeitmatte, dann nochmal richtig Party. Mizuno hatte seinen Motivationsstand, der irgendwie auf jedem großen Straßenlauf dabei ist hier aufgebaut. Cheerleader, laute Musik etcpp – da kam nochmal gute Stimmung auf und es machte wieder Spaß.

KM 16 – 21,1: 38:47 min, 6:22 min/km, 2:09:17h

Der K(r)ampf ging weiter. Irgendwann fing der Gatte an zu hüpfen und kurze Highknee-run Eskapaden einzubauen. Er brauchte das mal um die Beine durchzulockern, während ich versuchte die Füße überhaupt noch anzuheben. Aber gleichzeitig zog er mich weiter. Mal ein bisschen vor mir, dann wieder neben mir, ich blieb an ihm dran.

Bei km18 zog er dann doch los. Es war klar, dass wir gemeinsam die Zeit nicht erreichen werden, er hatte noch jede Menge Energie, während ich immer wieder zurückfiel. Also kurzer fragender Blick und weg war er.

Ich versuchte noch kurz mein Tempo zu halten, keine Chance! Den hohen Puls hätte ich vielleicht noch irgendwie ins Ziel halten können, aber meine Beine taten jetzt beide von der Hüfte bis unter die Knie weh und liessen sich kaum noch zum weiterlaufen überreden. Ich wurde langsamer und langsamer -irgendwann sah ich mal eine pace von 7:23 auf der Uhr- aber ich lief weiter. Ab und an überholte ich gehende Läufer, viel mehr wurde ich allerdings selbst überholt. Das musste mir egal sein. Ankommen war das Ziel.

Und dann bog ich ab auf die Zielgerade.

Und bekam Schnappatmung und Pipi in den Augen und musste im Kreis grinsen und lachen und weinen…

… und wusste wieder warum, wieso, weshalb und warum!

Das Publikum wird vom Moderator augeheizt und jubelt uns zu, wir Läufer machen eine Welle fürs Publikum. Die Stimmung ist so bombastisch und aufgeheizt, man gibt nochmal Gas, nichts tut mehr weh, eine Frau am Rand spricht mich namentlich an und findet, dass ich das toll mache – ich finde das auch.

Und dann ist es geschafft. Piiiiep. Zielmatte, Uhr abdrücken. Fertig.

Weiter gehen. Immer mit dem Strom, gibt auch keine Möglichkeit aus diesem Strom auszubrechen. Am Rande des Stroms gibt es Wasser, Tee und Banane. Durst habe ich, Hunger nicht. Dann gibt es die Medaille – und wieder Pipi in den Augen. Dann Plastikplanen zum drin einwickeln. Das ist gut, mir ist nämlich schlagartig eisigkalt. Ich bibbere aber auch unter der Plastikplane. Den Bierstand kann ich getrost auslassen, ich trinke noch immer kein Bier.

Weiter zur Kleiderbeutelausgabe und von dort aus zum vorher vereinbarten Treffpunkt mit dem Gatten. Der ist noch nicht da (der trinkt ja auch Bier und musste sich noch sein verdientes Weizen abholen), also beschliesse ich schonmal die nassen Sportklamotten gegen was trockenes und warmes zu tauschen. Wenigstens obenrum. Tja und wo macht man das bei so einer Laufgroßveranstaltung? Da wo die meisten es tun, mitten auf der Straße. Ich habe am Rande des Berliner Tiergartens meine Blase entleert, da verliert man dann auch die Scham, sich am Strausberger Platz oben rum nackig zu machen. Hat mir auch niemand was abgeguckt

Als ich dann fertig war, entdeckte ich dann auch den Gatten, der war auch gerade fertig mit umziehen und wir machten uns gemeinsam, watschelnden Schrittes auf den Weg zur U-Bahn und zum Auto.

Fazit:

Ich bin zufrieden. Weil ich nach dem Schub im Dezember jetzt schon wieder einen Halbmarathon laufen konnte. Weil ich nah dran bin an meiner Form, die ich vor dem Marathontraining hatte und ohne Pinkelpause nicht weit weg gewesen wäre von meiner alten Halbmarathonbestzeit…. und last but not least: Weil es ein richtig schönes Wochenende mit einer tollen Laufveranstaltung war.

Nicht zufrieden bin ich mit dem Verlauf des Rennens. Partout an der Wunschzeit festzuhalten, der Sprint nach der Pipipause, dieses verbissene Kämpfen… das war alles doof. Hätte ich sehr viel eher Gas rausgenommen oder wäre gleich langsamer gestartet, hätte ich mehr von dem gehabt, was ich eigentlich haben will: Spaß und Freude am Tun und am Ende wäre vermutlich eine Zeit herausgekommen, die nicht viel schlechter oder vielleicht sogar etwas besser gewesen wäre.

Najut. Hättewärewenn… der Ehrgeizteufel hat mich mal wieder erwischt. Fürs nächste Mal bin ich besser vorbereitet und werde ihm zeigen, wer hier das sagen hat.

Heute an Tag 3 nach dem Rennen habe ich übrigens noch immer etwas Muskelkater in den Oberschenkeln, die Knie möppern noch leise vor sich hin. Sportlich habe ich noch nichts wieder gemacht, es ist aber geplant heute abend eine kleine Runde mit dem Hund zu laufen – oder wenigstens aufs Indoorbike zu gehen und ein bisschen Stabi zu machen. Diese Woche wird aber definitiv sehr regenerativ sein – mein Körper braucht das… und der Kopf auch.

Und in etwas mehr als drei Wochen ist dann schon Hamburg-Marathon-Staffel-Wochenende. Ich freu mich… und der Gedanke die Laufschuhe an den Nagel zu hängen, der ist ganz weit weg ;-)

 

Berlin, Berlin…

… wir fahren nach Berlin und machen dort 21,1km Sightseeing im Schnelldurchlauf :-)

Das letzte Training ist gelaufen. Am Dienstag habe ich mich auf die Suche nach meinem Renntempo gemacht. Zumindest eine ungefähre Vorstellung darüber, wie ich das nun angehe, wollte ich schon gerne haben.

Geplant habe ich hierfür vorsichtige Intervalle von je 2km, davon 4 Stück und dazwischen Gehpausen. Tempovorgabe habe ich mir keine gemacht, ich wollte nach Puls laufen und der sollte so um und bei 80-85% liegen, also in einem Bereich den man über längere Distanzen gut halten kann.

In Zahlen sah das dann so aus:

11,5km in 1:16:14 (6:37 min/km), ø HF 152 (76%) darin enthalten je 2km in
5:52 (78%), 5:55 (82%), 5:49 (82%), 5:54 (83%)

Soweit so super!

So ein Training gibt Selbstvertrauen. Dass ich diese Pace mit so niedriger Herzfrequenz laufen könnte hätte ich nicht gedacht, das fühlte ich gut an, ich war beschwerdefrei – alles superspitzenklasse!

Am Abend fing dann das rechte Knie wieder das rummotzen an, am nächsten Tag war die Kniekehle wieder leicht geschwollen und das linke Knie motze solidarisch mit dem rechten zusammen rum.

Ich laufe jetzt vor Sonntag nicht mehr, werfe  3x täglich Ibuprofen ein, gehe davon aus, dass es gegen die akute Entzündung wirkt und dass ich am Sonntag wieder fit bin um den Halbmarathon zu laufen.

… und gleichzeitig hinterfrage ich mich. Ist das noch gesund? Sollte ich vielleicht mittelfristig auf eine Sportart umsteigen, die mein Knochengerüst weniger belastet? Habe ich mir nicht eigentlich schon genug bewiesen?

Aber jetzt geht es erstmal nach Berlin! Ich freue mich und der Rest ergibt sich!